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Gute und schlechte Plätze für Sachsen-Anhalt

Den stärksten Rückgang um minus 15,4 Prozent erlebt Sachsen-Anhalt - dicht gefolgt von Baden-Württemberg (minus 13,9 Prozent) und Schleswig-Holstein (minus 13,8 Prozent). In 15 der 16 Bundesländer sanken die zahlenmäßigen Firmeninsolvenzen. Die einzige Ausnahme bildet Nordrhein-Westfalen mit einem 3,6-prozentigen Anstieg gegenüber 2010.
Bezogen auf die Firmendichte, erklärte Dr. Norbert Sellin, dass 2011 im Bundesdurchschnitt 88 je 10.000 Unternehmen pleite gingen. Weniger erwischte es im Berichtsjahr die südlichen Bundesländer - allen voran Bayern (64 Insolvenzen je 10.000 Unternehmen), gefolgt von Baden-Württemberg (65). Am schlechtesten steht Bremen mit 138 Fällen je 10.000 Unternehmen da. Aber auch in Sachsen-Anhalt (112), Niedersachsen und Berlin (beide 105) sind die Insolvenzquoten stark ausgeprägt.

Besorgnis erregt die Pleitequote bei Jungunternehmen (bis zu zwei Jahre am Markt). Im Vergleich zum Vorjahr 2010 klettert deren Anteil Wert um 34,5 Prozent. Die häufigste Ursache, die in diesem Segment zur Insolvenzhäufung führt, liegt darin begründet, dass Unternehmensgründer mit einer Vielzahl von Problemen zu kämpfen haben - in der Startphase vor allem mit Kapitalausstattung bzw. Finanzierungsschwierigkeiten, Marktveränderungen und strategischen Fehlentscheidungen. Insgesamt agierten im Jahr 2011 rund ein Viertel aller insolventen Unternehmen (26,6 Prozent bzw. 8.058 Firmen) nicht länger als zwei Jahre am Markt.

Ursachen für Firmeninsolvenzen sind:
Das Ausbleiben neuer Aufträge.
Die Stornierung oder die Verschiebung bereits erteilter Aufträge.
Zahlungsunfähige Firmen reißen weitere Unternehmen mit in die Insolvenz.
Restriktive Kreditvergabe der Banken
Innerbetriebliche Fehler
Fehlendes Eigenkapital verbunden mit Finanzierungsschwierigkeiten.
Falsche Markteinschätzung
Keine Wettbewerbsfähigkeit kann zum merkantilen Scheitern führen.

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