Außenhandel wird immer wichtiger
An diesem Wachstum dürften die beiden internationalen Abteilungen der Industrie- und Handelskammern Magdeburg und Halle-Dessau einen nicht zu unterschätzenden Anteil haben. Gemeinsam betreiben sie das Tochterunternehmen "Intercom", eine Außenwirtschaftsfördergesellschaft. Intercom bietet im Jahr rund 130 Veranstaltungen an, die circa 40 Länder im Fokus haben.
„Bei gesättigten Binnenmärkten sind die Firmen auch gezwungen, immer mehr am Außenhandel teilzunehmen“, sagt Birgit Stodtko. Außerdem befinden sich Sachsen-Anhalts Unternehmen noch immer in einem Aufholprozess. Während im bundesdeutschen Durchschnitt jeder dritte Arbeitsplatz vom Export abhängt, ist es in Sachsen-Anhalt erst jeder vierte. Zahlreiche Firmen, die die nicht selbst exportieren, sind aber indirekt als Zulieferer trotzdem an dem Zuwachs an Export-Kraft beteiligt. Nicht zu vergessen, dass zahlreiche Betriebe international preisgünstig einkaufen müssen, "wollen sie wettbewerbsfähig sein."
Als ein Beispiel führt sie den Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen zu China an. Zwischen 2006 und 2010 stiegen Sachsen-Anhalts Ausfuhren in das bevölkerungsreichste Land der Welt von 314 auf 472 Millionen Euro. Die Einfuhren kletterten von 280 auf 945 Millionen Euro um das mehr als Dreifache.
