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Geschäftsbetrieb geht weiter

Ehingen - Der Drogeriekonzern Schlecker ist insolvent. Das bestätigte das Unternehmen und teilte mit, dass der Insolvenzantrag werde „kurzfristig“ eingereicht werde. Ziel sei der Erhalt eines großen Teils des Filialnetzes und damit auch der Arbeitsplätze. Der Geschäftsbetrieb werde unverändert weiterlaufen.
2010 war der europaweite Umsatz um rund 650 Millionen Euro auf 6,55 Milliarden Euro gesunken.
Für das abgelaufene Jahr rechnete der schwäbische Familienkonzern erneut mit sinkenden Erlösen. Zahlen zum Gewinn oder Verlust nwurden aber nicht genannt.

Machtlose Erben

Im In- und Ausland beschäftigt das Drogerieunternehmen gut 47.000 Mitarbeiter. Schlecker betrieb am Schluss noch rund 7000 Läden in Deutschland und etwa 3000 weitere in Österreich, Spanien, Frankreich, Italien, Tschechien, Polen und Portugal.
Die Drogeriekette wollte auch 2012 Hunderte Geschäfte aufgeben, bis zum nächsten Monat sollten 600 Filialen - darunter allein 64 im Stammland Baden-Württemberg - geschlossen werden.
Vor allem die Karlsruher dm-Drogerien machten dem schwäbischen Familienkonzern schwer zu schaffen. Aber auch die niedersächsische Kette Rossmann war ihm auf den Fersen. Beide Mitbewerber hatten ihre Umsätze zuletzt gesteigert und haben aus Sicht von Branchenexperten ein erfolgreicheres Ladenkonzept und Sortiment.
Die Kinder der Drogerie-Legende Anton Schlecker waren vor gut zwei jahren angetreten, um dem Unternehmen das Schmuddelimage auszutreiben. Und sie sollten für neues Wachstum sorgen. das klappte nicht, denn den Youngsters mangelte es innerhalb des Unternehmens an Einfluss.

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