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Russischer Automobilmarkt boomt
Gute Ergebnisse bei der Kooperationsbörse „Togliatti - Automotive Components“ in der IHK Magdeburg
Magdeburg. In der Industrie- und Handelskammer Magdeburg fand vor kurzem eine Kooperations- börse mit sechs Generaldirektoren der russischen Holding „Automotive Components" unter Leitung ihres Präsidenten Dr.-Ing. Frank D. Wende statt, der zudem Vorstandsmitglied sowie Berater des Präsidenten bei AvtoVAZ, dem größten Automobilhersteller der Welt ist. Rund 40 sachsen-anhalti- sche Unternehmen waren gekommen, um mit den russischen Partnern mögliche Kooperationen auszuloten. Für mehrere Unternehmen ergaben sich Kontakte, die in den kommenden Wochen ver- tieft werden sollen. Die russischen Unternehmensvertreter äußerten sich im Nachgang der Börse sehr zufrieden mit der Qualität der Gespräche und dem Innovationstand der hiesigen Automobilzu- lieferer.
„Der russische Automobilmarkt boomt. In vier Jahren werden in Russland jährlich 3,2 Millionen Au- tos verkauft. Ein Milliardengeschäft. Allein für Ersatzteile oder einzelne Bauteile wie Stoßdämpfer, Spiegel und Fensterheber, wird der heutige Bedarf bereits auf 30 Milliarden US-Dollar geschätzt. In vier Jahren sollen es sogar schon 60 Milliarden sein", schätzt Dr.-Ing. Frank Wende ein, der seit mehr als 12 Jahren in Russland lebt. „Die sachsen-anhaltischen Automobilzulieferer sind in Russ- land gefragte Geschäftspartner. Dort fehlt das Know-How. Genau das haben die hiesigen Firmen. Doch meist fehlt es ihnen am nötigen Geld, um zu expandieren. Und wir haben Kapital in dreistell- iger Millionenhöhe von privaten Investoren. Unsere Idee funktioniert wie folgt: Die hiesigen Firmen bringen ihre Technologien ein, wir geben das Geld für die Expansion in Deutschland sowie in Russ- land, Im Gegenzug wird in Russland das gleiche Werk wie hier in Sachsen-Anhalt gebaut. Auf deu- tscher Seite mit deutscher Mehrheit, auf russischer Seite entsprechend mit der russischer Mehrheit", erklärt Dr.-Ing. Frank Wende sein Kooperationsmodell. „Das Interesse der Automobilzulieferer aus Sachsen-Anhalt ist groß vom Boom des russischen Marktes zu profitieren. Deshalb unterstützen wir von Mahreg diese Idee", sagte Dr. Jürgen Ude, Vorsitzender des Kompetenznetzes MAHREG Auto- motive Sachsen-Anhalt Automotive e.V. zum Abschluss der Veranstaltung.
Die Holding „Automotive Components" wurde im Juni 2007 gegründet. Darin sind sieben Unterneh- men mit über 25 000 Beschäftigten zusammengeschlossen. Im Dezember wurde das Werk für in- dustrielle Beschichtungen in Togliatti in die Holding mit aufgenommen.
Circa 30 Prozent der Produktion der Holding geht an die Gruppe AvtoVAZ, weitere 20 Prozent auf den Sekundärmarkt der Pkw-Produktion. Die Produktionskapazität für die Montage von ausländischen Marken in Russland wurde mit 1,75 Millionen Fahrzeugen jährlich angezeigt. Das Absatzvolumen der Erzeugnisse der Holdinggruppe lag im Jahr 2007 bei 11 163 Millionen Rubel.

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