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Geduld bei Investorensuche |
| Großinvestition mit mehr als einer halben Milliarde Euro schafft rund 1000 neue Jobs |
Halle. Die Europäische Kommission genehmigte eine Beihilfe in Höhe von 73 Millionen Euro für den Solarmodulhersteller intico solar AG. Das Unternehmen mit Sitz in Wien wird nach Angaben der Europäischen Kommission 585 Millionen Euro investieren. Dadurch sollen rund 1 000 direkte und indirekte Arbeitsplätze geschaffen werden. Als Standort für dieses Projekt ist das Industriegebiet Halle-Saalekreis an der A 14 geplant. Es han- delt sich dabei um das Gebiet, das im Zuge des BMW-Standortauswahlverfahrens entwickelt und für industrielle Großprojekte seit dem Jahr 2001 von der Stadt Halle reserviert wurde. Nachdem BMW sich damals für den Standort Leipzig entschieden hatte, wurde das Gebiet nicht kleinteilig vermark- tet, sondern für einen Großinvestor vorgehalten. Die Geduld und langfristige Strategie hat sich nun ausgezahlt. Der Minister für Wirtschaft und Arbeit des Landes Sachsen-Anhalt, Dr. Reiner Haseloff, dazu: „Die Solarbranche in Sachsen-Anhalt nimmt deutschland- und europaweit einen Spitzenplatz ein. Inter- nationale Unternehmen, wie die intico solar AG, schätzen die Standortvorteile Sachsen-Anhalts, vor allem aber auch die besonderen Erfahrungen, die das Land bei der Ansiedlung von Solarunterneh- men zu bieten hat.“ Die Oberbürgermeisterin Halles, Dagmar Szabados, reagierte hocherfreut auf die Entscheidung: „Unsere Strategie, das Gebiet zu entwickeln und ausschließlich für Großprojekte vorzuhalten, war der richtige Weg und ist jetzt von Erfolg gekrönt. Uns ist damit der Einstieg in eine Hochtechnologie- branche gelungen, die den Wirtschaftsstandort Halle als Hochtechnologie- und Produktionsstandort für die Zukunft hervorragend positioniert.“ Besonders hob die Oberbürgermeisterin, die über nahezu ein Jahr andauernde, sehr konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Investor, Land Sachsen-Anhalt und Stadt Halle her- vor. Halle hat sich im Standortwettbewerb bewiesen und mit dieser Entscheidung des Investors für den Standort Industriegebiet Halle-Saalekreis an der A 14 durchsetzen können. Dabei spielten ne- ben der modernen Infrastruktur die Wissenschaftsbasis mit der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und dem entstehenden CSP Center für Silicium-Photovoltaik ebenso eine Rolle, wie das Vorhandensein ansässiger Dienstleister und Lieferanten. All das lässt hoffen, das weitere Firmen durch diese Entscheidung von intico solar auf die Wettbewerbsfähigkeit des halleschen Standortes für weitere Projekte aufmerksam werden. „Ein riesiger Erfolg für den Wirtschaftsstandort Halle. Die Standortfaktoren sind exzellent. In ganz Eu- ropa gibt es kaum mehr verkehrsinfrastrukturell ähnlich gut angebundene Ansiedlungsflächen. Flug- hafen, Gleisanbindung und Autobahnanschluss liegen direkt an“, unterstrich bei dieser Gelegenheit der Beigeordnete für Wirtschaft und Arbeit der Stadt Halle, Wolfram Neumann. Die in Wien ansäs- sige intico solar AG ist der erste Lieferant von Photovoltaik-Produkten und -Lösungen, die auf einer komplett integrierten Wertschöpfungskette basieren. Sie sind auf der ganzen Welt mit Präsenzen vertreten und investieren vor allem Anlagegelder in gewinnträchtige Zukunftsbranchen.

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