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Zapfsäule mit Spannung
In Dardesheim hat man gute Ideen zur besseren Nutzung der Energieressourcen

 So ruhig soll es nach dem Willen der Stadt- väter von Dardesheim in den kommenden Monaten und Jahren an der Zapfsäule für Autostrom direkt am Rathaus nicht zugehen. Das Städtchen im Harz hat bundesweit Auf- merksamkeit mit seinen innovativen Ideen zu besseren Nutzung von Energie erregt, so dass sogar Bundesumweltminister Sigmar Gabriel zusammen mit Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Reiner Haseloff im Elek- trogolf zur Eröffnung vorfuhren, um anschlie- ßend in ihre wenig umweltfreundlichen Limousinen zu steigen.
Sachsen-Anhalts erste regenerative Stromtankstelle ist seit kurzem in Betrieb. Wirtschaftsmin- ister Dr. Reiner Haseloff und Bundesumweltminister Sigmar Gabriel eröffneten die Ladestation in Dardesheim im Landkreis Harz. Auf dem Rathausplatz des 1000-Einwohner-Städtchens kön- nen Autofahrer künftig die Akkus ihrer Elektrofahrzeuge mit Strom aufladen, der zu 100 Prozent aus Erneuerbaren Energien gewonnen wurde. Damit ist der Elektroantrieb nicht nur lokal, son- dern auch insgesamt emissionsfrei.
„Dardesheim wird nicht ohne Grund als ‚Stadt der Erneuerbaren Energien' bezeichnet. Mehr als das Zehnfache des gesamten Energieverbrauchs der Stadt wird aus regenerativen Energien ge- wonnen“, sagte Haseloff. Auf dem Druiberg drehen sich 29 Windenergieanlagen, eine Biogas- anlage am Ortsrand, Solarzellen auf den Dächern von Schule, Kindergarten und Betrieben und nun die regenerative Stromtankstelle komplettieren das Bild des Energie-Musterstädtchens.
Doch Dardesheim hat noch mehr zu bieten.
Im September 2007 startete dort das Projekt „Regenerative Modellregion Harz“. Das bundes- weit einzigartige Vorhaben soll dazu beitragen, den Landkreis Harz auf Sicht möglichst aus- schließlich mit regional erzeugten Energien aus Wind, Biomasse, Wasserkraft, Sonne und Erdwärme zu versorgen. Ein großes Kombikraftwerk soll die verschiedenen Formen der Erneu- erbaren Energien koppeln, um überschüssige Kapazitäten zu speichern und damit teure Strom- spitzen zu vermeiden. 14 Partner wollen das Projekt unter der Leitung der Universitäten Magde- burg und Kassel verwirklichen.
Mit der regenerativen Stromtankstelle, die von Wind- und Solarenergie gespeist wird, wollen Ortsbürgermeister Rolf-Dieter Künne und Windpark-Chef Heinrich Bartelt den Einwohnern die Anschaffung von Elektrofahrzeugen schmackhaft machen.  Künftig soll unter anderem der Elektro-Golf der Gemeinde auf dem Rathausplatz „betankt“ werden. Eine weitere Anschaffung von Elektro-Dienstwagen werde derzeit von Windpark und Stadt geprüft.

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