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Wachstum zwischen Anden und Pazifik |
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Chile. Die Chancen im wirtschaftlichen Handel mit Lateinamerika stehen zurzeit gut. Für Chile ist Deutschland innerhalb der Europäischen Union der wichtigste Handelspartner. Mit einem Gesamt- volumen von 1174 Millionen Euro kam ein Großteil der deutschen Importe 2007 aus den Bereichen Maschinen- und Fahrzeugbau, Chemie, Medizintechnik, Energie und Infrastruktur - die strategischen Sektoren zu-künftiger Wertschöpfung in Chile. Von den chilenischen Exporten gingen 2607 Millionen Euro nach Deutschland. Zu den wichtigsten von Deutschland importierten Produkten zählen Kupfer- erzeugnisse. Die Liste der wichtigsten Exporte Chiles führen die Mineralien mit rund 77 Prozent des gesamten Exportvolumens an. Danach folgen Obst und Gemüse, Wein, Fisch und Meeresfrüchte sowie forstwirtschaftliche Produkte. Somit betrug das Handelsvolumen zwischen Chile und Deutschland 2007 rund 3781 Millionen Euro. Hinzu kommen einige beispielhafte deutsche Investitionsprojekte in Chile. Die deutschen Direktinvestitionen haben sich in den vergangen drei Jahren verdoppelt und belaufen sich nach Schätzungen der AHK Chile inzwischen auf mehr als 1,5 Milliarden US-Dollar. Ein erheblicher Teil der Investitionen ging in den Bergbau, den Infrastruktursektor, die Agrarindustrie sowie den Gesundheitsbereich. Damit fließen die deutschen Direktinvestitionen heute in jene für Chile strategisch wichtigen Bereiche, die auf eine höhere Wertschöpfung hinzielen. Ein anhaltendes Wirtschaftswachstum bei stabiler wirtschaftlicher Lage stellt Lateinamerika zurzeit in den Fokus der Weltwirtschaft. Potentiale ergeben sich vor allem aus den Bemühungen der Län- der, ihre Stellung auf dem Weltmarkt zu verbessern und durch strukturelle Veränderungen ein kon- tinuierliches Wachstum zu gewährleisten. Die neue Regierung Chiles hat sich zum Ziel erklärt, ihre Exportbeziehungen weiter zu intensivieren und zu diversifizieren. Seit 2003 besteht zwischen Chile und der EU ein Assoziierungsabkommen, das allein im letzten Jahr zu einer Handelsintensivierung von 70 Prozent beigetragen hat. Weiterhin plant Chile den Ausbau der Infrastruktur und des Energiesektors. Damit liegen zukünftige Potentiale vor allem in Investitionen und Innovationen in Infrastruktur, Energie und Bildung. Auch für deutsche mittelständische Unternehmen stehen die Chancen im industriellen Sektor gut. Hier geht es zukünftig um die Weiterverarbeitung einheimischer Rohstoffe und Agrarprodukte, Technologie- transfer und Produktivität. „Deutschland kommt" - das haben beide Seiten erkannt. Eine Plattform zur Intensivierung der Wirtschaftsbeziehungen bietet unter diesem Motto die vom 25. September bis 27. September 2008 stattfindende ExpoAlemania in Santiago de Chile. Dort werden sich 150 deutsche und chilenische Unternehmen präsentieren. Parallel findet auf der Messe die 11. Lateinamerikakonferenz der Deutschen Wirtschaft (LAK) zum Thema Innovation, Technologie und Nachhaltigkeit statt, zu der Gäste aus Politik und Wirtschaft der beiden Länder geladen sind. Das zum zweiten Mal von der AHK Chile organisierte Event soll in diesem Jahr rund 20 000 Besucher an- locken.

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