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glossiert |
| Zu eng auf unseren Parkplätzen |
Die Prinzen schrieben mal ein Lied über die Vorzü- ge des Fahrradfahrens gegenüber dem Autofahren. Die Zeilen des Liedes fielen mir letztens wieder ein, als ich bei meiner morgendlichen Radtour an ein paar Parkplätzen vorüber fuhr und plötzlich ein lau- tes: „Verdammt!“ hörte. Da war wieder einmal ein sehr gestresster Mensch in Hektik aus seinem Auto ausgestiegen und hatte diese „gute Laune“ nicht nur in der Tür seines Wagens, sondern auch in der Wagentür des nebenstehenden Fahrzeuges ver- ewigt. Während der Mann noch laut fluchend vor seinem Auto stand, konnte ich locker, leicht weiterfahren. Mir ist aufgefallen, das solche Szenen in letzter Zeit häufiger zu sehen sind. Nicht nur in der Stadt, wo die Autobesitzer ihre Fahrzeuge zum Teil kreuz und quer parken, und es kein Wunder zu sein scheint, wenn es leichte Lädierungen gibt, nein, auch auf ganz normalen Parkplätzen häufen sich diese Vor- fälle. Da frag‘ ich mich: Liegt es daran, dass die Leute einfach zu dick sind, um sich aus ihren Aluminium- gehäusen zu „schälen“, oder gibt es einen anderen Grund. Ich habe einen gefunden: Es sind nämlich alle Autos dicker geworden.Und dabei sind es durchaus nicht die dicken Luxusschlitten, groß wie ein LKW und mit Bullenfänger vor dem Grill. Weit gefehlt, alle neueren Fahrzeuge sind dicker gewor- den, die Parklücken allerdings sind noch immer so klein wie früher. Denn die Mustergaragenverord- nung von 1993 gibt eine Mindestbreite von 2,30 Metern vor, doch damals waren die Autos noch nicht so dick. Die damals zugelassene Breite betrug 1,67 Meter, heute beträgt sie 1,80 Meter und bei Ge- ländefahrzeugen 1,95 Meter. Da bleibt nicht mehr viel zum Aussteigen. Nun habe ich mir so bei mei- nen Fahrradtouren mal durch den Kopf gehen lassen, was einen Fahrzeughersteller dazu bewegen kann, seine Autos zu verbreitern. Wäre es möglich, dass es an den vielen übergewichtigen Menschen in Deutschland liegt? 70 Pro- zent der Männer und 50 Prozent der Frauen in Deutschland sind übergewichtig. Die Verpackung muss sich eben dem Inhalt anpassen. Da ist es wohl ganz gut, Fahrrad zu fahren, denn man nimmt dabei ab, verschmutzt die Umwelt nicht und findet immer eine Parklücke, die groß genug ist.

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