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Inovationstreiber in der Elektronik
 

Bis in das Jahr 2010 wird der Anteil von elektronischen Komponenten im Auto von derzeit 25 auf 40 Prozent steigen. Der zunehmende Einsatz solcher Komponenten wird dazu beitragen, die Sicherheit und Wirtschaftlichkeit der Fahrzeuge zu verbessern, sowie den Funktionsum-fang deutlich zu erweitern. In dieser und den kommenden Ausgaben sollen bestehende Potentiale Sachsen-Anhaltinischer Unternehmen und Forschungseinrichtungen auf dem Gebiet der Fahrzeugelektronik dargestellt werden.
Der Fachbereich Automatisierung und Informatik der Hochschule Harz arbeitet zur Zeit zusammen mit dem Institut für Automatisierung und Informatik GmbH (IAI) in Wernigerode, dem Kompetenznetz MAHREG Automotive sowie weiteren Partnern aus Wissenschaft und Forschung am Projekt OPTOMUX. Ziel dieses Projektes ist es, einen Beitrag zur Etablie-rung lichtleitender Kunststofffasern (sogenannter POFs) als Übertragungsmedium für Daten im Bereich Automotive zu leisten. Die neu entwickelte Wellenlängen-Multiplextechnik ermöglicht es dabei, auf einem einzigen Lichtwellenleiter mehrere getrennte Kanäle im sichtbaren Lichtspektrum unterzubringen, wodurch sich die Übertragungsrate erheblich steigert.
Neben dieser Steigerung bringt die Verwendung solcher Lichtwellenleiter noch weitere Vorteile mit sich:
Ø Kostengünstige Herstellung
Ø Flexibilität und einfache Handhabung
Ø Geringes Gewicht und platzsparende Anwendung
Ø Keine Beeinflussung durch elektromagnetische Felder
Auch außerhalb der Automobilbranche lassen sich optische Technologien einsetzen:
Ø Infotainment und In-House -Verkabelung
Ø Videoüberwachungssysteme
Ø Flugzeug-, Eisenbahn- und Schiffsbau
Ø Computernetzwerke (Optical Ethernet)
Den lichtleitenden Kunststofffasern wird in der Fachwelt schon seit langem eine wichtige Rolle als eine der Schlüsseltechnologien für die Zukunft des Wirtschaftsstandorts Deutschland bescheinigt – umso wichtiger ist es, die entsprechenden Komponenten und Systeme schon jetzt zu entwickeln.
Das Institut für Automatisierung und Informatik wurde 2001 als An-Institut der Hochschule Harz in Wernigerode gegründet. Es befasst sich mit der Vorentwicklung neuer Technologien für KMUs und dem Aufbau regionaler und überregionaler Kompetenznetze, in denen das Fachwissen der Hochschulen und der Praxisbedarf der Unternehmen zusammengeführt wird.
In der momentanen Projektphase werden noch weitere Kooperationspartner zum Aufbau der Technologie in Sachsen-Anhalt gesucht. Speziell Hersteller von Polymergrundstoffen, Spritzgussfirmen und Nutzer von EMV- kritischen Übertragungsmedien werden zur Mitwir-kung eingeladen.


Prof. Dr. Ulrich H.P. Fischer-Hirchert,                                                                       Christian Reinboth

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