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Gute Nachricht – schlechte Nachricht |
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Die gute Nachricht zuerst: Auch bei diesem Politspiegel mit seinem schon fast legendären Sympathiebarometer kann Ministerpräsident Böhmer unangefochten alle Mit-wettbewerber hinter sich lassen. Er ist der sympa-thischste Politiker in Sachsen-Anhalt, wurde einhellig von den befragten Unternehmern wie den Haushalten dazu gewählt. Und das genau zur Regierungshalbzeit der Legislaturperiode, da besteht Grund zur Freude. Doch die ist nicht ungetrübt. Die schlechten Nach-richten folgen ohne Verzug. Die Arbeitslosigkeit drückt das Land nach wie vor als ungeheure Last, der Schul-denberg ist genau zur Bilanzhalbzeit auf 17 Milliarden-Rekordhöhe ge-schnellt, jede Sekunde sind 30 Euro Zinsen fällig, weitere Neuverschuldung ist unvermeidbar. Die Liste ließe sich fortsetzen. Da stimmt es schon hoffnungsvoll, dass das Gros der Wählerschar sehr genau differenziert, ob der saure Wein hausgemacht oder von der Berliner Koalition eingeschenkt wird. Man kann der Regierung Sachsen-Anhalts ernsthaftes und ehrliches Be-mühen nicht absprechen. Das sehen die Menschen genauso und schreiben die Verantwortung, wie die Politspiegel-Umfrage eindeutig zeigt, der rot-grünen Koalition in Berlin zu. Nicht nur die Landesregierung zieht Bilanz. Auch der Wirtschaftsspiegel will für seine Leser noch interessanter, kompakter und informationsreicher wer-den. Wir haben deshalb mit dieser Ausgabe eine Reihe von Veränderungen eingeführt, die mithelfen sollen, den Wirtschaftsspiegel für Sie noch unent-behrlicher zu machen. Und zu diesen Veränderungen gehört auch, dass an dieser Stelle künftig der Chefredakteur zu Wort kommt, um, wie bisher ge-wohnt, Gedanken und Hintergründe zum Thema anzusprechen.

Geschäftsführer
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