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Eröffnung der ersten gläsernen Baumkuchenschaubäckerei

07.05.2015.

Am 6. Mai war es endlich soweit – nach einer dreijährigen Bauphase hat in Salzwedel Ecke Holzmarktstraße/Burgstraße die gläserne Baumkuchenmanufaktur Kruse GmbH seine Pforten eröffnet.

Hier können nun täglich von 10 bis 15 Uhr Einheimische und Touristen den Baumkuchenbäckern bei der Arbeit live über die Schulter schauen. Dazu wurden alle Räume mit großen Glasfronten versehen, durch die die Besucher alle Arbeitsschritte vom „Eier trennen“ bis hin zum Verpacken der fertigen Baumkuchen beobachten können.

Schon von außen prangen große Baumkuchengebilde am denkmalgeschützten Gebäude inmitten der historischen Innenstadt von Salzwedel. Gegen einen keinen Obolus von einem Euro, der am Eingangsdrehkreuz zu entrichten ist, können Besucher die Baumkuchenmanufaktur besichtigen. An jedem Fenster hängt eine kleine Tafel, auf der genau beschrieben ist, was dahinter passiert. Dies ist vor allem für die Individualbesucher gut, denn so erhält man auch ohne Führung alle wichtigen Informationen. Gruppenführungen werden hier auch angeboten, müssen allerdings vorher unter der Telefonnummer 03901/422107 angemeldet werden.

Gleich am ersten Fenster offenbart sich die traditionelle Handarbeit. Die frischen Eier werden hier per Hand in Eigelb und Eiweiß getrennt. Nur zwei Schritte weiter schlägt Frau Kufahl die Baumkuchenmasse an. Dabei spielt Erfahrung eine große Rolle, denn viele Faktoren beeinflussen die Qualität der Baumkuchenmasse. Ist die Masse fertig, wird per Hand das aufgeschlagene Eiweiß untergehoben und dann legt der Baumkuchenbäcker Herr Beuschold auch schon los – Schicht für Schicht wird die Baumkuchenmasse per Hand mit einer Kelle auf die sich vor offenem Feuer drehende Baumkuchenwalze gegossen. Als Besucher lässt sich nur erahnen, wie hoch die Temperaturen dort am offenen Feuer sein müssen. Gleich neben der Feuerstelle steht die Schüssel mit kaltem Wasser, in der die heißgewordenen Finger gleich gekühlt werden können. Nach 10 bis 12 Schichten ist die Baumkuchenwalze dann fertig und wandert gleich in den nächsten Raum – zum Abkühlen. Hier herrscht eine konstant kühle Temperature und Luftfeuchtigkeit, damit der Baumkuchen gut durchtrocknet. Nach ein paar Stunden darf er dann in den nächsten Raum. Dort wird das leckere, altmärkische Traditionsgebäck dann mit Schokolade oder Fondant überzogen, um dann geschnitten und verpackt zu werden. Und das alles vor den Augen der Besucher. Wer nicht nur sehen möchte, wie der Baumkuchen hergestellt wird, sondern die Spezialität auch kosten möchte, kann sich anschließend im nebenan befindlichen Cafè Kruse niederlassen. Dort kann der Original Salzwedeler Baumkuchen natürlich auch käuflich erworben werden.

„Wir sind stolz darauf, so eine tolle Attraktion in Salzwedel geschaffen zu haben“ erläutern Gerwald Wullschläger und Roswita Bosse, Geschäftsführer der Baumkuchenmanufaktur Kruse GmbH. „Es war kein leichter Weg, die Bauphase zog sich hin, da es sich um ein denkmalgeschütztes Gebäude handelt. Viele Vorgaben mussten eingehalten werden und stellten uns immer wieder vor neue Herausforderungen. Doch mit Unterstützung des Landes Sachsen-Anhalts, des Altmarkkreises Salzwedel und der Hansestadt Salzwedel konnte das große Vorhaben dann doch realisiert werden.“ freuen sich beide.

Zur feierlichen Eröffnung gratulierte unter anderem auch Oberbürgermeisterin Sabine Danicke. Sie freut sich vor allem über das neue touristische Highlight in Salzwedel, denn immerhin trägt Salzwedel den öffentlich anerkannten Beinamen „Baumkuchenstadt“ und möchte diesem natürlich auch würdig sein. „Dies ist nur möglich durch solche privaten Engagements wie der Bau dieser neuen Sehenswürdigkeit.“ lobte Danicke.

Insgesamt wurden mehr als 1,5 Millionen Euro in den Umbau des alten Schlecker-Gebäudes investiert. Neben der Grundsanierung wurde auch in modernste Technik investiert. „Einen echten Baumkuchenofen kann man nicht von der Stange kaufen – da braucht man erfahrene Leute, die den Bau planen“, erläutert Gerwald Wullschläger während seiner Eröffnungsrede. Auch in die hochmodernen Lüftungsanlagen wurde viel investiert, um den Arbeitsplatz der Baumkuchenbäcker so angenehm wie möglich zu gestalten. Denn am Ofen an offener Flamme herrschen bis zu 70 Grad Celsius Lufttemperatur.

„Wir freuen uns auf viele Besucher und hoffen, dass wir Ihnen die Kunst des Baumkuchenbackens etwas näher bringen können. Viele Gäste verlassen die Manufaktur sehr beeindruckt, da ihnen das Ausmaß der Handarbeit nicht bewusst war. Doch gerade dies macht den Salzwedeler Baumkuchen zu einem Unikat und das wollen wir den Menschen zeigen.“ erklärt Roswita Bosse.

 

Bild 1: Oberbürgermeisterin Sabine Danicke gratuliert den Geschäftsführern Gerwald Wullschläger und Roswita Bosse zur Eröffnung

Bild 2: Konditor Herr Grimm trägt den Fondant vor den Augen der Besucher auf

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